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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche Bestäubungstechniken gibt es ?


Lobivia
08.01.2010, 17:37
Hallo Forenmitglieder!
Ich muß zu meiner Schande gestehen,daß das gezielte Bestäuben meiner
Hybriden nicht zu meiner Zufriedenheit funktioniert.Es gibt im Forum doch bestimmt altgediente Züchter die mir (uns) gewisse Techniken und Tricks verraten könnten.Ein ganz grosses Problem sehe ich wenn die Pflanzen nicht zusammen blühen.Ich habe gehört,man kann den Blütenstaub lagern.Die Frage wäre,wie lange und unter welchen Bedingungen.
Ich hoffe mir kann auf meine Anfängerfragen jemand antworten.
Vielen Dank im Vorraus.

Grüße aus dem Westerwald

Werner

JürgenTh
08.01.2010, 18:02
Hallo Werner

Geht ganz einfach: Die braust dafür eine neue Samentüte und einen Feinen Pinsel und dann kann's los gehen. Samentüte unter die Staufäden halten und vorsichtig die Pollen mit den Pinsel in die Tüte fallen lassen. Die Tüte muß genau beschriftet werden und das Datum nicht vergessen. 14 Tag sind sie im Kühlschrank halbbar ! In Ausnahmefällen bis zu 3 Wochen.

Nicht ins Eisfach legen.

gruß Jürgen Th.

Lobivia
09.01.2010, 09:22
Hallo Jürgen

Vielen Dank für die nette Begrüßung und die schnelle Beantwortung meiner Frage.

Gruß Werner

JürgenTh
09.01.2010, 10:22
Hallo Werner

Immer wieder gerne. gruß Jürgen Th.

ochsenziemer
12.01.2010, 10:36
Hallo Werner,

neben der Methode mit dem Pinsel ist es auch üblich, den Blütenstaub mittels Q-tips von den Staubgefäßen abzustreifen, um ihn daran haftend für die weitere Verwendung zwischen zu lagern.

Neben niedrigen Temperaturen empfehlen sich obendrein trockene Lagerbedingungen. Im alten Forum gab es einen Beitrag dazu, in dem Peter Mügge seine Methode dazu schilderte: er nahm Reis, um die Erbgutträger (relativ) trocken zu halten.

Ich selbst lagere meine Pollenstäbchen mit einer handvoll Raumentfeuchter (das Granulat aus dem Baumarkt, mit welchem man - angeblich - Räume von übermäßiger Feuchtigkeit befreien kann), chemisch gesehen wasserfreies Calciumchlorid; die Stäbchen nach Sorten getrennt in Papiertütchen und separat das Granulat ebenfalls in einer solchen; zusammen in einer dicht verschlossenen Plastiktüte, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu vermeiden, was zum Zerfließen des Granulats führen würde.

So aufbewahrt konnte ich mit 3 Monate altem Pollen noch einen Befruchtungserfolg erzielen.

Gruß, Ronny

Lobivia
12.01.2010, 18:37
Hallo Ronny,
Deine Methode ist wohl eine gute Alternative.Werde wohl alle Möglichkeiten ausprobieren um bestmögliche Erfolge zu erzielen.

Vielen Dank für deine Info.

Gruß,Werner

Calypso
12.01.2010, 20:14
Hallo Ronny,
Deine Methode ist wohl eine gute Alternative.Werde wohl alle Möglichkeiten ausprobieren um bestmögliche Erfolge zu erzielen.

Vielen Dank für deine Info.

Gruß,Werner

Man sollte es mal mit Vakuum probieren und dann den Beutel ins Kühlfach legen.
Dem Plasikbeutel die luft entziehen, hat dies schon mal jemand pobiert, hier hat man nicht das Problem der Luftfeuchtigkeit.

Ist nur mal so eine Idee.

Gruß Calypso

AlexWob
12.01.2010, 22:19
Ich habe die Variante mit dem Reis probiert und festgestellt das absolute Trockenheit wichtiger ist als Kühlung.
Meine gesammelten Pollen hielten ungekühlt im Abstellraum länger als im immer etwas feuchten Kühlschrank. (Wenns sehr warm ist besteht ja auch immer die Gefahr von Schwitzwasser wenn man etwas reinlegt).

Alex

ochsenziemer
30.06.2010, 20:44
Hallo allerseits, ich krame das Thema mal wieder hervor, weil:

Letztes Jahr wählte ich ein paar Pollenproben aus, um sie im Tiefkühler überwinternd, diese Saison verwenden zu können ... und siehe da ... s. Fotos. Ein paar andere überdauerten die Monate ohne Tiefkühlung, nur mit Trockenmittel, im Überwinterungsquartier; auch davon war noch was potent.

Im übrigen ist in einer der 1999-Ausgaben (glaube, die 2) des Hybridenjournals ein Artikel zu finden, in dem ein Züchter diese Methode erwähnt. Wichtig dabei ist die Trockenheit des Blütenstaubs, wie oben beschrieben.

Wie es allerdings um die Keimfähigkeit der Samen bestellt ist, das wird sich dann erst zeigen müssen; werde das Thema dann im nächsten Jahr wieder aufwärmen:) Grüße, Ronny

stefan
01.07.2010, 12:35
Liebe Freunde,
ich habe schon einige Male die Wattestäbchen nach dem Bestäuben in alten Filmverpackungsbehältern über Monate in grobkörnigem Meersalz tiefkühlgelagert. Die Pollen waren nach Monaten noch verwertbar. Da gibt es keine Zweifel, da ich jeweils die Blüten vor Fremdbrstäubung geschütz hatte.
Scheint mir sehr einfach und kann leicht nachvollzogen werden.

Gruss, Stefan

ochsenziemer
27.08.2010, 22:23
Hallo zusammen, es ist zwar noch nicht nächstes Jahr, aber da ich die ersten Keime schon sehe, hier ein Foto einer der Feinfrostpollen-Aussaaten. Wer hat aufgepasst und sich einen Vorrat an Erbgutträgern angelegt ?;) Gruß, Ronny