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Benutzer:  GudrunK, Hardy, JürgenH, meinemoppe, Peter66
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Alt 05.06.2018, 17:41   #1
Campingbaer66
Züchter PEH
 
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Registriert seit: 31.03.2018
Ort: Gruenstadt
Beiträge: 50
Standard Vorstellung und erste Frage - das ewige Thema Giessen

Hallo zusammen ,

Ich möchte mich hiermit erstmal kurz vorstellen , mein Name ist Peter , bin knapp über die 50 und wohne in der schönen Pfalz.
Seit 2 Jahren bin ich stolzer Besitzer eines 10m² Anlehngewächshauses das ich mir ursprünglich mit meiner Frau teilen sollte.
Inzwischen habe ich auf nette und freundliche Art ( so wie wir Pfälzer eben sind ) praktisch die ganze Grundfläche mit meinen Chilipflanzen und seid letztem Jahr dann auch mit jetzt ca. 160 Kakteen belegt. Davon sind ca. 35 Echinopsen und 20 Trichoceren , der Rest gemischt ( Lobivien , Mammillarien , Echinoceren usw. ).
Ich kann mir gut vorstellen das ich mich in Zukunft auf die EH und TH spezialisieren könnte. Die großen farbenprächtigen Blüten haben es mir einfach angetan und ich freue mich dieses Jahr auf jede Pflanze die zum ersten mal blüht.

Jetzt zu der Frage , bis jetzt habe ich es mit dem Giessen immer nach dem Motto gehalten lieber zu wenig als zuviel und nur alle zwei Wochen durch anstauen mit Regenwasser gewässert. Dabei jedes 2te mal mit 1promille Hakaphos rot als Dünger.
Wachstum war bisher sehr ordentlich und Blüten konnte ich letztes und dieses Jahr auch reichlich begrüßen.
Jetzt haben wir aber ein Jahr mit schon sehr früh hohen Temperaturen und bei aktuell 32°C Außentemperatur steigt die Temperatur im GWH trotz 3 Dachfenstern und 2 Seitenfenstern mit automatischen Öffnern sowie 3 solarbetriebenen 22cm Lüftern ( je 150m³/h ) auf bis zu 41°C.

Reichen da noch die zweiwöchigen Giesszyklen ?
Ich habe auch schon gelesen das manche bei hochsommerlichen Temperaturen gar nicht mehr giessen.
Jetzt bin ich verunsichert was ich machen soll , mehr giessen oder weniger ?

Hoffe ihr könnt einem noch recht unerfahrenen Neuling hier helfen.

Schönen Gruß ,

Peter

Geändert von Campingbaer66 (05.06.2018 um 17:48 Uhr).
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Alt 05.06.2018, 18:07   #2
Pieks
Züchter TIM
 
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Registriert seit: 19.04.2011
Ort: Ich wohne meist äußerst viel - oft sogar fast den ganzen Tag! Dann aber ausschließlich zuhause.
Beiträge: 1.025
Standard

Hallo, unerfahrener Neuling Peter,
vielen Dank für die ausführliche Vorstellung!

Der überwiegende Anteil hat ähnliche Bedingungen für die Kultur wie Du, vielleicht nicht eben ein Anlehngewächshaus, aber 10qm ist so der mittlere Durchschnitt an Kulturfläche. Wenn Du also jetzt noch freundlicher zu Deiner Frau und den Chili-Pflanzen bist, dann besteht also kaum noch eine Einschränkung. Die Mammillarien und das ganze andere botanische "Zeugs" kann man ja später immer noch aussortieren...

Soviel zum Doofquatsch.

Ich würde mein Gießverhalten tatsächlich nach den Tageshöchsttemperaturen, vor allem aber auch nach den Nachttemperaturen richten. Am Tag ÜBER 35 Grad im Schatten und mehr (so wie bei Dir) und Nachttemperaturen NICHT unter 23 Grad würden bei mir zu eingeschränktem bzw. längerfristig zu eingestelltem Gießen führen. Sobald Du Dich aber innerhalb dieses Temperaturintevalles bewegst, kannst Du deutlich öfter als zweiwöchig gießen. Jusbertii-Pfropfungen im 8er Topf gieße ich alle zwei Tage, die Minis im 5er gieße ich, wenn ich es schaffe, täglich. Vielleicht wiegst Du mal einen Topf, der durchgetrocknet ist. Idealerweise vor und nach dem Gießen, um zu sehen, wieviel Wasser erstens aufgenommen wird und wie lange es braucht, bis es (anhand des Gewichtes) weitestgehend aufgebraucht ist.

Hilft Dir das ein wenig? Wenn nicht: weiterfragen.

Jetzt aber erst einmal herzlich willkommen, viel Freude mit uns!

Liebe Grüße,
Tim
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Kann Spuren von persönlichen Meinungen, Sarkasmus und Erdnüssen enthalten. Ausdrucke nicht für den Verzehr geeignet. Ungelesen mindestens haltbar bis: siehe Rückseite.
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Alt 05.06.2018, 18:45   #3
Hardy
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Beiträge: 825
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Hallo Peter, viel Spaß und gute Einblicke hier.

Ein lieber Freund gab mir die Tage folgenden Tipp.
Stelle ein Durchschnittstopf mit deinem Substrat, ohne Kaktee neben deinen Kakteen. Den kannst du bei Unsicherheit umschütten. Sollte das darin befindliche Substrat trocken sein ..... kannste gießen.
Sollte sich noch Feuchtigkeit im Substrat befinden brauchste nicht gießen.
__________________
Gruß Hardy

für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance
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Alt 05.06.2018, 19:18   #4
Campingbaer66
Züchter PEH
 
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Ort: Gruenstadt
Beiträge: 50
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Hallo Tim ,

vielen Dank für den guten Tip.
Ich werde vor dem nächsten Giessen mal ein paar Töpfe auf die Küchenwaage stellen und die Wasseraufnahme beobachten.

Gruß ,
Peter
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Alt 05.06.2018, 19:20   #5
Campingbaer66
Züchter PEH
 
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Hallo Hardy ,

das mit dem mit Substrat gefüllten Topf werde ich machen , so kann man sicher ein gutes Gefühl dafür bekommen.

Gruß ,
Peter
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Alt 05.06.2018, 19:36   #6
Pieks
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Kluger Tipp, Hardy - und kommt völlig ohne Waage aus! *notier*
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Alt 05.06.2018, 20:18   #7
Karl1
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Beiträge: 315
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Hallo Peter,

hier ein Hinweis

Pflegehinweis:

Substrat durchlässig, Bims, Granulat + 30% Kompost oder Blumenerde ohne Torf.

Wasser, oben rein unten raus, kein stehendes Wasser zulassen, abgießen, absaugen.

Bei jedem gießen leichte Düngergabe zufügen.

Achten sie auf die 5 cm und 6 cm Töpfe, die trocknen schnell aus.

Auf stehendes Wasser nach dem Gießen sollte man besonders aufpassen.

So wird es bei mir gemacht.

Gruß

Karl
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Alt 05.06.2018, 20:21   #8
Stachelbär
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Hallo zusammen!

Ich möchte meinen Senf dazu geben.
Ein Kaktus sollen nicht gegossen werden wenn der Topf nicht ganz ausgetrocknet ist.
Um es am Anfang ins Gefühl zu bekommen habe ich Grillspiße aus Holz ins Substrat gesteckt. Nach etwa einer Minute habe ich die Spieße raus genommen und man erkennt gleich ob er ganz trocken ist oder nicht.
Für kleine Töpfe habe ich Zahnstocher verwendet.

Das würde ich für alle Kakteen empfehlen ausgenommen jusbertii denn die brauchen richtig viel Wasser.

Gruß,
__________________
Walter

Avatar: ALPENFEUER RL.2006.14.WST02 FLYING SAUCER x LISKES PRACHTSTÜCK (Erstblüte 18cm)
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Alt 05.06.2018, 21:28   #9
Markus
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@ Hardy
den Tipp würde ich nicht unbedingt beherzigen, da eine Pflanze das Substrat schon lange trocken gesaugt hat, während das Substrat im Topf ohne Verbraucher noch lange nass sein kann

Generell halte ich es so, dass ich die Schalen mit den 7er Töpfen öfter gieße als jene mit den 9er. Ein Regelwerk dafür ist sicher nicht einfach, da eigentlich die vorhandene Temperatur vorgibt, wie oft gegossen werden muss/soll. In der Julihitze gehe ich auch etwas zurück mit den Wassergaben - aber nicht mit der Wassermenge, sondern mit den zeitlichen Abständen.

Wasser verwende ich aus einem 1.000 Liter Container, der jede zweite Befüllung zwei Kilo Hakaphos-Dünger reingerührt bekommt.
Markus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.06.2018, 17:35   #10
Campingbaer66
Züchter PEH
 
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Ort: Gruenstadt
Beiträge: 50
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Hallo zusammen und danke für die verschiedenen Tipps.
Ich hab es jetzt mal mit der Waagenmethode versucht und das mit 12 Töpfen um etwas statistische Sicherheit zu bekommen.
Beim ersten Testlauf war es noch sehr heiss im Gewächshaus und die Töpfe hatten nach 10 Tagen fast alle wieder ihr Trockengewicht erreicht.
War für mich schon recht erstaunlich , immerhin hatten die 11er Töpfe teilweise deutlich über 100 g Wasser getankt.

Beim jetzigen zweiten Lauf ist der Restwasseranteil nach 6 Tagen ( es war ja etwas kühler ) auf Werte zwischen 45-60% gesunken , würde dann wohl auch etwas mehr als 10 Tage reichen.

Also weiss ich jetzt schon mal das meine 14 Tage Giessabstände im Sommer zu lang sind.
Werde das ganze aber noch ein paar mal weitermachen um die Wiederholbarkeit zu überprüfen.

Schöne Grüße ,
Peter
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